Archive for November, 2007
Unter dem Motto “Cleaning out my closet”:
In dieser Rubrik möchte ich CDs verschenken, welche ich mal gekauft habe, aber nie höre. Dies nicht weil sie schlecht wären, sondern da ich einfach nie reingekommen bin.
Als erste CD verschenke ich das Doppelalbum Judas Christ (Limited Edition Digipack) von Tiamat aus dem Jahr 2002.
Die Spielregeln:
Diese CD erhält, wer den bösesten / beängstigendste Eintrag in der (deutschen) WikiPedia findet und ihn mit einer Begründung bis am Sonntag, 9.12.2007 in die Comments dieses Eintrags schreibt. Der beste/originellste Fund gewinnt. Die CD wird nur in die Schweiz verschickt.
Listen: Silver Lining / Unbreakable EP
0 Comments Published November 27th, 2007 in Music, Silver LiningNachdem die Website von unserer im Jahr 2006 aufgelösten Band Silver Lining bald nicht mehr existieren wird, habe ich hier nocheinmal eine kleine Website hochgeschaltet.
In unserer Zeit zwischen 2002 und 2006 haben wir immerhin einige Konzerte geben können (u.a. im Z7 als Support für Robin Trower).
Zudem haben wir in dieser Zeit zwei EPs aufgenommen, die New Beginning EP und die Unbreakable EP. Auf dieser Seite kann man in beide reinhören. Die Unbreakable EP kann nach wie vor bestellt werden (per Email an thegrid[ät]thegrid.ch, für CHF 12.- + Versand).
out-of-space.ch-Review: Gorillaz – D-Sides
0 Comments Published November 13th, 2007 in Music, Release, out-of-space.ch
Gorillaz – D-Sides (19.11.2007 / Parlophone (EMI))
Die Qualität vieler Bands zeigt sich in der Qualität ihrer B-Sides und Remixes. Im Fall der Gorillaz ist das vorliegende Album bereits die zweite Sammlung von B-Sides und Remixes. Dass die Band aus Comicfiguren, hinter denen neben anderen Damon Albarn von Blur und der Zeichner von “Tank Girl”, Jamie Hewlett stehen, eine Ausnahme ist (zusätzlich zur Comicfiguren-Tatsache), wird auch dadurch bewiesen, dass das erste B-Seitenalbum “G-Sides” damals schon direkt nach dem Debut-Album “Gorillaz” erschienen ist. Und hinterher gleich noch das Remix-Album “Laika Come Home“.
Und nach nur einem weiteren “normalen” Release “Demon Days” erscheint hier schon wieder ein B-Seiten- und ein Remix-Album. In diesem Fall ist man demnach fast dazu gezwungen, die Band nach ihren B-Seiten und Remixes zu beurteilen, da diese Veröffentlichungen im Verhältnis 2/1 zu den Studioalben steht.
Gelbe Blätter, sichtbarer Atem, erster Frost, Nebel. All das schreit nach Klassikern für die Jahreszeit, in der sich alles schlafen legt. Hier drei meiner ganz persönlichen Lieblinge:
Harvestman – Lashing The Rye (Nov. 2005)
http://www.myspace.com/heathenpsych
Aus den Reihen von Neurosis ergab sich das Projekt Harvestman (englischer Name der Weberknecht-Spinne), welche nach eigenen Angaben Psychedelic / Experimental / Folk Rock machen. Das heisst, sie klingen ungefähr wie Metal ohne Drums, Gesang, Solos und konventionelle Songstrukturen – also eigentlich eine Art Ambient. Neben den lange ausgehaltenen verzerrten Gitarren versteckt sich ab und zu noch ein Piano (The Burning Of Tara), Dudelsäcke (The Sea Maiden) und ab und zu ev. noch ein Synthie-Effekt (manchmal schwierig zu sagen). Das Album schafft eine ganz eigene, hypnotische Atmosphäre, teils nur aus Gitarrenklängen, minimalistisch also und trotzdem (oder genau deshalb) genial.
Type O Negative – October Rust (Aug. 1996)
http://www.myspace.com/typeonegative
Obwohl von manchen die Bloody Kisses für den Herbst als das passendste Album von Type O Negative aus Brooklyn genannt wird, ist für mich immer October Rust das Herbst-Album schlechthin. Nach dem humorigen Intro findet man sich gleich vom ersten (richtigen) Track in der Stimmung, die das ganze Album über anhält. Vor allem gegen Ende des Albums drängen sich einem Bilder vom tiefen, herbstlichen Wald im Morgennebel auf. Der letzte Track Haunted ist dann der Höhepunkt, melodiös, getragen und trotzdem hart bis zum plötzlichen Abbruch, um dem wiederum humorigen Outro Platz zu machen.
Mogwai – Zidane: A 21st Century Portrait An Original Soundtrack
http://www.last.fm/music/Mogwai/Zidane-A+21st+Century+Portrait
Man stelle sich vor, Ende November mit dem Zug durch das verregnete und Nebelverhangene Schweizer Mittelland zu fahren. Triste Bahnhöfe ziehen an einem vorüber. Im Kopfhörer Mogwais Soundtrack zum Film Zidane: A 21st Century Portrait schleppt sich dahin wie die Landschaft, düster und melancholisch. Mehr gibt es da eigentlich nicht zu erkären, als dass sie perfekt passen würde, die Musik zur Landschaft. Erwähnt sei vielleicht noch, dass man als “Hidden Track” 15 Minuten den selben Ton, abwechslungsweise vom Gitarrenfeedback oder vom Synthie hören kann, verziert mit Fussballgeräuschen wie Fangeschrei und Schiedsrichterpfeifen (von ganz weit weg).

Der Basler Christian Zehnder, bekannt als der “Stimm”-Teil von Stimmhorn, veröffentlichte im August ’07 sein Soloalbum “Kraah“. Dies erinnert der Art des Gesanges wegen auf den ersten Blick sehr an Stimmhorn, einfach ohne Hörner sondern mit diversen anderen Instrumenten.
Trotzdem werden hier weitere Facetten eröffnet. Zehnder singt höchstens Wortfetzen, erzählt so kleine Geschichten, die der Hörer jedoch selbst erraten muss.
Die Liste der Instrumente zeigt auch hier wieder auf, wie vielfältig die Musik ist:
ZEHNDER KRAAH TRIO
Christian Zehnder: Stimme, Obertongesang, Jodel, Laudola, Bandurria, Wippkordeon, Bandoneon
Georg Breinschmid: Kontrabass
Thomas Weiss: Perkussion
GÄSTE CD
Don Li: Klarinette
Christoph Marthaler: Blockflöte
Noldi Alder: Violine
Anton Bruhin: Trümpi, elektromagnetisches Trümpi
casalQuartett: Streicher
Fortunat Frölich: Orchestrierung/Komposition
(Ein Trümpi ist eine Maultrommel, von Bruhin scheinbar auch in einer elektrischer Art gespielt)
Das Album ist auf jeden Fall sehr stimmig und atmosphärisch, steht den Arbeiten mit Stimmhorn also um nichts nach.
Anspieltipps: Äne däne, Oh Raura (For Nadja) (Anhören)
http://www.zehndermusic.ch
http://www.myspace.com/christianzehnder
Release Heute: Maoi – Carbon Dioxide
0 Comments Published November 2nd, 2007 in Music, Release, out-of-space.chDas von mir auf out-of-space.ch beschriebene Album Carbon Dioxide von Sample-Bastler Maoi (PL) erscheint heute auf Kitty-Yo.
Insgesamt eine sehr interessante Platte, vielleicht weniger für Jazz-Fundamentalisten als für experimentierfreudige Ambient/Lounge/Jazz/Chill-Freunde.
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