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Es benötigte eine sehr lange Zeit, sich überhaupt in dieses Album einzuhören. Noch schwieriger ist es, eine geeignete Einleitung in dieses Review zu schreiben. Nicht einmal unbedingt der Musik wegen, sondern eher wegen dem Gesamteindruck, der dieses beim Hören hinterlässt. Denn obwohl das Coverbild – der Hinterkopf eines Menschen – noch alles inhaltliche offen lassen würde, deutet der Albumtitel schon mehr auf den Inhalt. “Three Times Dead” ist, grob gefasst, eine musikalisch-philosophische Auseinandersetzung mit dem Tod.

Der instrumentale Aspekt kann hier relativ einfach beschrieben werden. Man kann die Musik, meist Streicher- und Piano-betonte, ruhige Klänge, wohl am ehesten mit den ruhigeren Stücken von The Young Gods, mit den letzten beiden Alben von Talk Talk (Laughing Stock und Spirit Of Eden) oder auch mit dem Album Still der Nine Inch Nails vergleichen.

Das beeindruckende an Three Times Dead sind aber die Texte und die Art des Singens – oder vielmals eher des Erzählens, im Kontext der Musik. Die Texte hier nur niederzuschreiben wäre eher sinnlos. Meist handeln sie, wie der Albentitel schon vermuten lässt, vom Tod – teilweise offensichtlich, teilweise eher versteckt. Es ist aber die Art zu Singen oder eben zu Erzählen, welche den Hörer immer wieder aufhorchen lässt.

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Emiliana Torrini - Me And Armini Die Isländerin Emilíana Torrini Davíðsdóttir (meist aber schlicht Emiliana Torrini genannt) hat als Musikerin aus Island wohl eher einen schweren Stand, denn wegen ihrer Herkunft fällt ihr Name kaum einmal ohne eine Referenz auf die Landsfrau Björk. Und dies, obwohl der Vergleich eigentlich von Anfang an gehinkt hat, denn die beiden haben bis auf die Staatsbürgerschaft, den Beruf und den Akzent in ihrer englischen Aussprache nicht viel gemeinsam.

Musikalisch ist Emiliana schon seit einiger Zeit am arbeiten, wenn auch ihre frühen Werke weitgehend unbekannt sind und so gut wie nie den Weg raus aus Island gefunden haben. So wurden die ersten drei Alben Spoon, Crouçie D’où Là und Merman bisher nur in Island veröffentlicht.

Mit dem vierten Album, Love In The Time Of Science (1999), schaffte Emiliana dann den Durchbruch, sang danach “Gollum’s Song” für Peter Jacksons Film The Lord of the Rings: The Two Towers (2002) und veröffentlichte im Jahr 2005 das fünfte Album Fisherman’s Woman. Obwohl sie seit Love In The Time Of Science eine relativ grosse Fangemeinde hinter sich hatte, ist sie dennoch vielen noch nicht bekannt. Denn obwohl das “Science”-Album noch sehr viel Trip-Hop und vor allem auch Pop (nicht im negativen Sinn) enthielt, war dann Fisherman’s Woman doch wieder zu introvertiert, um die breite Masse ansprechen zu können. Schade eigentlich, denn das Album ist mit seiner fast durchwegs akustischen Instrumentierung sehr persönlich und beinhaltet Höhepunkte wie z.B. den Song “Next Time Around“. Das Album ist durch seine Art vergleichbar mit Lou Rhodes‘ beiden Soloalben Beloved Ones und Bloom.

Nun wurde der Titelsong des neuen Albums Me And Armini schon relativ lange vor dem Erscheinen des Albums über das Internet verbreitet. Wer bisher nur diesen gehört hat mag ein wenig erschrecken, dass die Musik (in etwa Akustik-Reggae mit einem Geräusch-Finale) nur relativ wenig nach der Emiliana Torrini klingt, die wir von den letzten beiden Alben kennen. Doch die Stimme, ohnehin das Herzstück ihrer Musik, ist unverkennbar Emiliana Torrini!

Doch schon beim ersten Track “Fireheads” des neuen Albums können alle allfälligen Befürchtungen zerstreut werden, denn was man schon da zu hören bekommt, entspricht den Erwartungen (zumindest meinen) vollauf: Schönes Songwritig, beschwingte Drums und ein witziger Refrain.

Die auffälligste Eigenschaft des neuen Albums ist, wie man beim weiterhören merkt, dass Emiliana sich scheinbar nicht für einen Stil entscheiden konnte. Die einzige Konstante auf dem Album ist ihre unverkennbare Stimme, für die Musik holt sie sich aber in allen möglichen Ecken der Musikgenres und sogar der Musikgeschichte Zutaten und Anleihen. Musikgeschichte deshalb, weil man beispielszweise im Song “Birds” nach einiger Spielzeit zu einem Zwischenteil kommt, welcher von Pink Floyds Soundtrack Obscured By Clouds (1972) stammen könnte…

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Nightmares On Wax - Thought So… Nach Bomb The Bass hat mit Nightmares On Wax jetzt schon die zweite Britische Urgestein-Trip-Hop/Hip-Hop/Downbeat-Band innerhalb von kurzer Zeit ein neues Album veröffentlicht (zudem auch auf Warp), wobei bei Nightmares On Wax die Wartezeit nicht so lang war wie die auf Bomb The Bass‘ Album Future Chaos. Aber wie bei Future Chaos können auch mit Thought So… die Erwartungen nicht so richtig erfüllt werden.

Gegründent von den zwei Hip-Hop DJs und Remixern George Evelyn und Kevin Haper sieht sich die Band ja eher im Downbeat als im Hip-Hop. Dennoch fehlt diesem Album durchgängig etwas wichtiges, auch wenn man es zu Beginn nicht so richtig deuten kann. Die Tracks tröpfeln manchmal entspannt dubbig aus den Boxen (“Still Yes“), dann wieder Old-School-Hip-Hop-mässig (“Da Feeling“) und zum Schluss dann sogar richtig Lounge-Mässig mit Klavier und Streichern, mit der grossen Kelle angerührt (“Hey Ego!“).

Lässt man aber mal ein paar Tracks im Hintergrund laufen, ertappt man sich immer wieder beim drücken der Skip-Taste. Denn obwohl die Musik an sich sehr angenehm ist und auf den ersten Blick ein “Jaja, ist ganz OK”-Prädikat erhalten mag, merkt man mit der Zeit, dass etwas fehlt.

Meines erachtens ist es folgendes: Die Musik klingt meistens wie Hip-Hop, Dub oder Trip-Hop, bei dem der Gesangskanal gemuted ist. Man kennt das von diversen Hip-Hop-Alben oder EPs, bei denen die normalen Tracks nochmal als “Instrumentals” auf die CD gepackt wurden. Bedeutet eigentlich die selbe Musik, ohne die Raps (wohl gedacht für jene, die das mitrappen üben oder Karaoke betreiben wollen).

Was bei einem Hip-Hip-Album als “Supplément” zu den richtigen Songs ganz schön sein mag, stört bei einem normalen Album ganz gewaltig, denn man wartet bei jedem Track darauf, dass noch mehr kommt, dass etwas passiert. Aber es sind sozusagen nur endlose Intros. Nur bei einigen Tracks ist das nicht der Fall, so z.B. beim Dub/Reggae-Song “195lbs“, welcher schon als Single ausgekoppelt wurde. Die spärlichen Vocals bei den anderen Tracks klingen weniger nach Lead- sondern eher nach Background-Vocals.

Somit wird aus dem Album eigentlich mehr eine Art Lounge-Fahrstuhl-Musik, von der man sich im Hintergrund berieseln lassen kann – viel mehr bleibt nicht hängen. Man sehnt sich bei den meist eigentlich schon nicht so schlecht gemachten Instrumentals nach einer Stimme, die eine Melodie vorträgt, welche der Musik einen Sinn gibt. Schade, so sticht kein Song richtig raus und das ganze bleibt dann doch sehr belanglos…

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Reinhören in einige der Tracks: www.myspace.com/nightmaresonwax

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Stereolab - Chemical Chords Bei Stereolab gelten irgendwie andere Kriterien als bei anderen Bands. Die Sängerin hat zeitweise keine saubere Intonation und im grossen und ganzen eigentlich auch nicht so eine interessante Stimme, die Musik erscheint mehrheitlich ein Gedudel mit Orgeln und Schellenring zu sein, insgesamt also ein wenig “Beach Boys meets (frühe) Air“. Aber es macht Spass. Sommermusik für die Strandferien oder zur Vertonung eines 70er-Jahre-Teeniefilms aus Frankreich.

Nach mehreren Höhrdurchgängen erkennt man dann auch, dass die Musik sehr vielschichtig ist, aufgebaut mit vielen Instrumenten und immer wieder überraschenden Wendungen in Melodie und Akkordauswahl. Nach 70er-Jahre klingt es vor allem wegen der Instrumentierung mit Gitarren, viel Orgeln, Hammonds, Moog etc. aber auch Bläsern und Streichern. Französisch klingen die Arrangements und nicht zuletzt natürlich der Gesang, auch wegen den teilweise in Französisch gesungenen Texten.

Die Band aus London hat schon einiges an Erfahrung, denn Chemical Chords ist ihr 9. Studioalbum. Gegründet im Jahr 1990 hat die Band nach dem Umfalltod von Mary Hansen im Jahr 2002 seit dem letzten Album Margerine Eclipse wieder die ursprüngliche Sängerin Lætitia Sadier. Über die Jahre unternahm die Band Ausflüge in alle möglichen Genres und Sparten, von Philip Glass über Brasilianische Musik (vor allem auf Dots and Loops) bis zum Jazz (vergleiche hierzu auch den englischen Wikipedia-Eintrag).

Überall durch dieses Sammelsurium von Stilen und Abschnitten zieht sich die Verwendung von Orgeln aller Art, und diese sind auch auf Chemical Chords wieder das dominierende Element. Obwohl kein Track auf dem Album richtig herausstechen mag, hat man trotzdem ein durchgängigen roten Faden – man kann es eigentlich einlegen und laufen lassen. Die Rezeption der Songs ist immer in etwa die selbe, aber durch das intelligente Songwriting wird es selten langweilig, das oben erwähnte “Gedudel” relativert sich also wieder.

Also nichts wirklich neues von Sterelab, eher zurück zur soliden Musik für Freunde von Chanson, Gainsbourg und Hammond.

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Reinhören auf MySpace: http://www.myspace.com/stereolab

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matmos_supreme_balloon.jpg (09.05.08 / Matador) Matmos ist ein Genre für sich. Klar, sie arbeiten hauptsächlich mit elektronischen Instrumenten und Samples, aber zeichnen sich durch ein vielfaches an Experimentierfreudigkeit im Vergleich zu den meisten Artgenossen der elektronischen und Samplebasierten Musik aus. Vergleichbare Bands wären Aphex Twin oder Boards Of Canada.

Das Coverbild des neuesten Werkes Supreme Balloon trifft die musikalischen Eigenschaften des Duos exakt: Zwei Figuren in einem Heissluftballon, die farbige Wölckchen in verschiedenen Formen aus einem Hörrohr-ähnlichen Teil über einer farbig-bizarren Landschaft verteilen. Verspielt, bunt, schräg. So können unvorbereitete Hörer, die Matmos bisher nicht kannten, mit deren Musik ein wenig überfordert sein. Doch immerhin: Es geht gleich vom ersten Track “Rainbow Flag” an richtig seltsam los, mit Gameboy-Melodien und digitalem Gezirpe und Gefiepse.

Polychords” hat wenigstens noch einen ziemlich durchgehenden Beat, aber danach steigt man mit “Mister Mouth” und “Exciter Lamp and the Variable Band” immer mehr ab in eine Art akkustische Schokoladenfabrik der zwei Willy Wonkas der schrägen Klänge. Die ersten Tracks haben wirklich was von einem Sonic the Hedgehog-Soundtrack.

Das Experiment “Les Folies Françaises” geht dann in eine andere Richtung: Pianistin Sarah Cahill spielt auf einem wie auch immer vermurksten Instrument (scheinbar ein Korg MS2000) jenes Stück, das eigentlich schon vor ca. 300 Jahren vom barocken Komponisten François Couperin für eine Harfe geschrieben wurde. Man höre und staune.

Etwa die Hälfte der Spielzeit des Albums macht der Titeltrack “Supreme Balloon” aus: In gut 24 Minuten zeigen M.C.Schmidt und Drew Daniel, dass auch sie komponieren können. Ein fast endloser Anstieg in Komplexität und Indensität, dann wieder minutenlange Entspannung, schliesslich Percussion, Quakgeräusche, Piepsen und ein 1-Minuten-Ausklang. Später auf dem Album findet man – nach etwa 10-minütiger Stille – noch den Track “Ainsoph“, auch hier wieder eine elektronische Kakophonie, bevor das Album mit 8 Sekunden Stille (unter dem Namen “Omega“) abgeschlossen wird.

Man war ja durch das Coverbild schon vorgewarnt. Dennoch reibt man sich nach dem Durchhören die Augen bzw. Ohren ob so viel musikalischer Verspieltheit, Dadaismus, Nonsens, Musique concrète, Genialität und auch Durchhaltevermögen.

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PS: Die Wertung von 9/10 Sternen sollten sich nur jene zu Herzen nehmen, die experimentelle Musik mögen.

Reinhören auf: http://www.myspace.com/matmos1

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a_human_third_hand_prophecy.jpg (23.05.08 / Wall of Sound) – Power Cords und Elektro-Gepiepse, schnittige Gitarrenriffs und Ramones-Mässiger Gesang, ungeschliffene Seqencer-Beats und verwirrende Tracknamen wie “The Fraudulent Truths Of An Office Worker” oder “Post Post Modern Anxiety Blues“: Das ist A. Human mit ihrem Debüt-Album Third Hand Prophecy.

Dreckig, frech, teils chaotisch aber auch sexy, das sind die Adjektive, mit denen man die Musik beschreiben könnte, eine Mischung, die sich vom Electronica zum Punk zum Goth bewegt. Teilweise ein wenig zu viel. Man wird mit den ersten sechs Tracks des Albums so ziemlich überrollt, bevor dem Hörer mit “Come Death and Welcome” eine Verschnaufpause gegönnt wird. Vorher kämpft man sich durch reichlich mit diversend Sounds ausgepolsterte Tracks – Glam-Electro, dominiert durch eine Gesangsstimme, die, stets mit viel Vibrato gesungen, an Popgrössen der 80er-Jahre erinnert.

Die bewegten Tracks machen durchaus Spass. Textlich sehr verrückt (ensprechend den Songnamen) können sie auch musikalisch immer wieder überraschen. Aber nach sechs dennoch ein wenig anstrengenden Songs ist man wie gesagt froh um die kleine Pause, die man mit “Come Death and Welcome” erhält. Der Song ist ruhiger und soundmässig vergleichsweise wenig ausgefüllt – ein guter Vergleich wäre Gorillaz.

Nachher gehts weiter wie gewohnt, laut, bewegt und streckenweise an die elektronischen Wände von M83 erinnernd (zum Beispiel “Why Do I Try“). Nach diesem letzten Stück wird dem Hörer noch ein Hidden Track geschenkt.

Man kann sich diese Band, deren Mitglieder sich die Künstlernamen Mellay Human, C More Human, Dave Human, K Human, B E Human und J Human gegeben haben, sehr gut als eine Liveband vorstellen, die so richtig abgeht. Zuhause beim hören des Albums kann einem die ständige Armada aus Klängen aber dann doch noch schnell mal zuviel werden. Es ist eines jener Alben, die man nicht in jeder Stimmung gut findet: Im richtigen Moment geht es los wie ein Feuerwerk, aber im falschen Moment (bzw. in der falschen Stimmung) ist es jene Musik, die Aufdringlich und beinahe erdrückend wirkt.

Vielleicht teilen aber nicht alle die Meinung eines eher zum Minimalismus tendierenden Reviewers, deshalb lieber selbst reinhören.

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Weitere neue Reviews auf out-of-space.ch:

Pluxus – Solid State

Illeist Collective – Electrees

Herbaliser – Same As It Never Was

sia_some_people.jpg Nach “Colour the Small One” (2004) und “Lady Croissant” (2007, unser Review hier), zeigte sich Sia Furler fleissig und veröffentlichte bereits Anfangs dieses Jahres den Nachfolger mit dem schön ironischen Namen “Some People Have Real Problems“, passend zu dem MS-Paint-Cover.Aber auch neben ihren regulären Alben war Sia beschäftig. So hat sie z.B. 2006 das Album “Colour the Small One” nochmals herausgebracht, diesmal mit vier Bonus-Tracks: “Broken Biscuit” (von der “Don’t Bring Me Down“-EP), “Sea Shells” (B-side von “Breathe Me“) und zwei Remixes von “Breathe Me” von Four Tet und Ulrich Schnauss. Neben Tour und Promotion für ihre eigenen Alben machte sie dies auch für die 6. Staffel von Six Feet Under, auf deren Soundtrack sie vertreten war. Für das Tribut-Album “Exit Music: Songs with Radio Heads” steuerte sie zudem eine Cover-Version von “Paranoid Android” bei.

Aber nun zum neuen Album. Zwei Songs, nämlich “Lentil” und “I Go To Sleep” waren schon vom Live-Album “Lady Croissant” bekannt. Diese beiden Songs sind sehr ruhig, ansonsten ist das Album stilmässig sehr durchzogen.

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 lastvote.jpg Vor gut einem Jahr erschien auf out-of-space.ch der Konzertbericht von einem Winterkonzert der Band Last Vote aus Basel (siehe hier). Damals wurde das Debüt-Album schon angekündigt, welches inzwischen veröffentlicht wurde. Was damals jedoch noch niemand wusste oder geahnt hätte ist, dass Zeitgleich mit der Veröffentlichung, sprich der Plattentaufe, die Band auch gleich aufgelöst würde. So bleibt uns hier das Review eines Albums mit dem Namen “There Is Sound“.

Last Vote benutzen für sich den Untertitel “Sense The Harmonic Noise“. Dies beschreibt die Musik schon sehr gut, die gemeinhin dem inzwischen schon sehr strapazierten Genre “Post Rock” zugeordnet wird. Also sehr langgezogene Strukturen, im Normalfall gegen 15 Minuten, jeder Akkord wird ausgekostet, ein neu eingeführter Akkord wird jeweils minutenlang ausprobiert und bearbeitet. Dabei klingen die Tracks im Vergleich zu stilnahen Bands wie Mono (jap) oder Mogwai auch mal nach Aufbruch und Freude, teilweise aber auch traurig und nach verzweiflung.

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lourhodes_bloom.jpg Lou Rhodes scheint im Trip-Hop-Genre eine Institution zu sein. Als Gesangshälfte von Lamb gehörte sie einem der wichtigsten Vertreter von jenen Bands an, welche generell zum Trip-Hop gerechnet werden. Und auch daneben hat sie eine beeindruckende Liste von Gastauftritten bei anderen Bands vorzuweisen, so z.B. 808 State, Funkstörung, A Guy Called Gerald, Pale (für den Film “Der Krieger und die Kaiserin”) und früher im 2007 noch auf beeindruckende Weise mit The Cinematic Orchestra.

Anders wurde ihr Stil dann aber mit ihrem ersten Schritt als Solokünstlerin, mit dem Solo-Debut “Beloved Ones” (unser Review hier). Auf diesem wurde ihre charakteristische Stimme zumeist nur von akustischer Gitarre, Streichern und wenig Percussion begleitet. Dies war eigentlich nichts neues für Rhodes; schon auf dem Lamb-Debut gab es Akustisch-Minimalistische Tracks (“Zero”, “Feela”), diese aber eher als “Inseln” auf dem sonst sehr bewegten Album.

Mit “Bloom” scheint sie jetzt aber wieder einen Schritt zurück zu gehen, in Richtung Orchestrierung und Beats, ohne jedoch in den Pop abzurutschen: es bleibt relativ “akustisch”. Zu Beginn des Albums (Track “The Rain“) hat man zwar noch das Gefühl, dass “Bloom” sich wieder in den selben ruhigen Gewässern wie “Beloved Ones” bewegt, dies verliert sich jedoch, wenn quasi mit einem Paukenschlag ein ganzes Orchester an Instrumenten und Beats einsetzt.

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yzr_cover.jpg Für das Review von Y34RZ3R0R3M1X3D, dem Remix-Album vom letzten Album von Nine Inch Nails (Year Zero), wurde auf out-of-space.ch mal was neues ausprobiert:

Die zwei Reviewer hören sich das Album gemeinsam an und diskutieren dann Track für Track, was sie vom gehörten halten. Dies, niedergeschrieben und übersichtlich formatiert, ist sehr interessant zum Lesen und zeigt die Eindrücke über eine Platte für einmal auf eine ganz andere Weise – nicht als Monolog sondern als Dialog.

Zu lesen hier bei out-of-space.ch.

gorillaz_dsides.jpg Gorillaz – D-Sides (19.11.2007 / Parlophone (EMI))

Die Qualität vieler Bands zeigt sich in der Qualität ihrer B-Sides und Remixes. Im Fall der Gorillaz ist das vorliegende Album bereits die zweite Sammlung von B-Sides und Remixes. Dass die Band aus Comicfiguren, hinter denen neben anderen Damon Albarn von Blur und der Zeichner von “Tank Girl”, Jamie Hewlett stehen, eine Ausnahme ist (zusätzlich zur Comicfiguren-Tatsache), wird auch dadurch bewiesen, dass das erste B-Seitenalbum “G-Sides” damals schon direkt nach dem Debut-Album “Gorillaz” erschienen ist. Und hinterher gleich noch das Remix-Album “Laika Come Home“.

Und nach nur einem weiteren “normalen” Release “Demon Days” erscheint hier schon wieder ein B-Seiten- und ein Remix-Album. In diesem Fall ist man demnach fast dazu gezwungen, die Band nach ihren B-Seiten und Remixes zu beurteilen, da diese Veröffentlichungen im Verhältnis 2/1 zu den Studioalben steht.

mehr…

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Das von mir auf out-of-space.ch beschriebene Album Carbon Dioxide von Sample-Bastler Maoi (PL) erscheint heute auf Kitty-Yo.

Insgesamt eine sehr interessante Platte, vielleicht weniger für Jazz-Fundamentalisten als für experimentierfreudige Ambient/Lounge/Jazz/Chill-Freunde.

http://www.myspace.com/immortalinstruments